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Was geht, Bernd Buchheister?

„Braunschweig hat einfach die besten Fans“

Nicht viele Eintracht-Spieler der letzten zwanzig Jahre waren ähnlich populär wie Bernd „Buche“ Buchheister. Von vielen geliebt, wo einigen aufgrund seines Lebenswandels kritisiert, schaffte er es als gebürtiger Braunschweiger immer wieder den Fans als Identifikationsfigur zu dienen. 

Verein und Stadt stets verbunden, hielt er dem BTSV immer die Treue auch wenn eine Karriere als Bundesligaspieler (Eintracht Frankfurt, 1.FC Köln, KSC) sicherlich in Reichweite lag. In 255 Spielen erzielte er für Eintracht 74 Tore bevor er nach dem Abstieg 1993 zum SV Lurup nach Hamburg wechselte.

Bernd, wieso bist Du nach der Abstiegssaison 1992/93 nach Hamburg gewechselt?
Man wollte damals um mich herum eine neue Mannschaft aufbauen doch finanziell konnten wir uns nicht einigen. Ich hatte dem Verein immer die Treue gehalten und auf viel Geld verzichtet, doch wenn man ein gewisses Alter erreicht hat, muss man eben auch an die Familie denken, so dass ich das Angebot aus Lurup angenommen habe. Eigentlich wäre ich aber gerne in Braunschweig geblieben.

Verfolgst Du Eintrachts sportlichen Werdegang immer noch?

Ich habe den Werdegang von Eintracht natürlich verfolgt. Wenn ich an den Aufstieg denke oder an die Bilder vom ersten Heimspiel, ist natürlich schon Wehmut dabei. Eintracht Braunschweig hat einfach fantastische Fans und 21000 Zuschauer beim ersten Heimspiel sind für einen Zweitligisten sensationell. Wenn in Braunschweig die Strukturen stimmen, kann man dort sehr viel erreichen. Es gab übrigens auch nach meinem Wechsel nach Hamburg immer wieder lose Kontakte zu Eintracht, aber ein Wechsel zurück zum Verein ist leider nie zustande gekommen, obwohl ich gerne wieder für Eintracht gespielt hätte.

„Gesundheit ist für mich das Wichtigste“

Was waren Deine schönsten Erlebnisse im Eintracht-Trikot?
Es gab viele schöne Momente für mich: Mein erstes Jahr, in dem ich Stammspieler geworden bin und meine ersten Tore geschossen habe, war super. Mit der Mannschaft zusammen war es natürlich der Aufstieg in Wolfsburg und die anschließende „Triumphfahrt“ nach Braunschweig zurück. Auch an die Zeit danach, als wir in der zweiten Liga oben mitgespielt haben und eigentlich immer  20 000 Zuschauer im Stadion waren, erinnere ich mich gerne zurück.

Was war der schwärzeste Moment mit Eintracht?
Unser Abstieg ein Jahr zuvor. Alles lag dar nieder und keiner wusste, wie es weitergeht. Außerdem der Verlauf der Saison 1992/93. Dort ist eine Menge schief gelaufen und die Zeit mit Trainer Uli Maslo war nicht einfach. Ich bin überzeugt, dass wir den Abstieg mit Werner Fuchs vermieden hätten. Enttäuschend war auch, dass ich nicht mal in irgendeiner Art und Weise verabschiedet worden bin, obwohl ich über 250 Spiele für den Verein absolviert hatte.

Wie hast Du euren 5:1 Triumph „auf Schalke“  am 5. August 1989 erlebt, an dem du mit drei Treffern maßgeblich beteiligt warst?

Das war ein kurioses Spiel. Wir haben dort vielleicht sieben Mal aufs Tor geschossen und davon waren 5 Schüsse auch noch Treffer. Normalerweise hätten wir nach einer Viertelstunde schon drei bis vier Gegentore kassieren müssen, doch Schalke hat  nur Pfosten und Latte getroffen. Wir haben sie dann einfach ausgekontert. Es war ein sehr schönes Spiel, was man aber glaube ich nur einmal erlebt.

Was glaubst Du, warum Du beim Publikum so beliebt warst?

Ich glaube, dass die Leute meinen Willen, alles für den Verein zu geben, honoriert haben. Ich wollte immer gewinnen und habe auch mit Verletzungen gespielt. Ich war als einziger Braunschweiger in der Mannschaft natürlich auch sehr volksnah und habe mich mit Leuten, die einen abends in der Stadt getroffen haben auch gerne unterhalten. Ich war aber, muss ich zugeben, nicht unbedingt ein Musterprofi und habe das süße Leben genossen. Wäre mein Lebenswandel profihafter gewesen, wäre ich wahrscheinlich höher hinaus gekommen.

Ich habe immer das süße Leben genossen“

Was machst Du heute?
Ich arbeite wieder in meinem alten Job als Bautischler in der Firma meiner Lebensgefährtin. Es macht mir Spaß und ich bin zufrieden. Es war eine gute Entscheidung vor meiner Profikarriere eine Ausbildung zu machen. Ansonsten beobachte ich Spiele und versuche mit Ronald Lotz zusammen das ein ode r andere junge Talent aus Hamburg bei einem Proficlub unterzubringen.

Was traust Du Eintracht zu?

Wenn die Mannschaft von Verletzungen verschont bleibt, wird sie für die eine oder andere Überraschung sorgen. Ich traue ihnen eine ähnliche Rolle wie Union Berlin in der letzten Saison zu. Die Fans hätten es auf jeden Fall verdient.

Du wirst demnächst 40 Jahre alt, was hast Du Dir für die nächsten 40 Jahre vorgenommen?

Mein Körper hat aus meiner Profizeit einige „Altlasten“ mitgenommen, deshalb wünsche ich mir einfach nur Gesundheit für meine Familie und mich, denn das ist meiner Meinung nach das Wichtigste.
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edu  - Buche   |88.71.58.xxx |2009-07-08 14:46:31
Du bist immer unvergessen in BRAUNSCHWEIG.BERND BUCHHEISTER FUSSBALLGOTT.BLEIB
WIE DU BIST UND ALLES GUTE.
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